Das Observatoriumschronometer : SERICA Chronicles
Vor den modernen industriellen Zertifizierungen wurde die Präzision von Uhren in Observatorien gemessen.
Speziell vorbereitete Uhren wurden dort langen Testreihen unterzogen, um ihre Genauigkeit zu bewerten. Diese Wettbewerbe und Zertifizierungen haben die Geschichte der mechanischen Chronometrie nachhaltig geprägt. Eine Geschichte, die das Observatorium von Besançon, eine der wenigen Institutionen weltweit, die diese Zertifizierung ausstellen, heute noch fortschreibt.
In dieser Tradition wurden drei SERICA Ref. 4512, die von Jean-Philippe Dodet (dem Initiator dieses Projekts) speziell montiert und vorbereitet wurden, dem Observatorium präsentiert.
In Besançon spricht man vom „Tête de Vipère“-Prüfstempel (Vipernkopf-Punze). Sechzehn Tage Tests, verschiedene Positionen und Temperaturschwankungen: dieselben Anforderungen wie für die Uhren von Profis, getestet am Observatoire des Sciences de l’Univers.
Drei von drei
Ergebnis: Drei speziell vorbereitete und eingereichte Uhren, drei bestandene Uhren. Diese Stücke sind leicht an ihren Zifferblättern zu erkennen, die den Deckstein der Unruh (Contre-pivot) und das Ankerrad sichtbar machen, was eine Nachölung ermöglicht, ohne Zifferblatt und Zeiger entfernen zu müssen.
Ein Projekt, das heute eine einfache Überzeugung veranschaulicht: die Uhrmachertradition der Chronometrie fortzuführen, aber auch Wissen weiterzugeben, Berufungen zu wecken und daran zu erinnern, dass Präzision vor allem das Ergebnis von Leidenschaft, Lernen und kollektivem Engagement ist.
Fast zwei Jahrhunderte nach den ersten großen chronometrischen Prüfungen steht dieser Anspruch mehr denn je im Mittelpunkt unseres Handwerks.